Goalkeeper Performance Camp vom 23. – 24.06.2018 …. ein cooles Wochenende ….. inklusive Bildergalerie

….. so das Résumé des Torhüters Paul Kreitsch / männliche B-Jugend und der Torhüterin Mariola Jerrentrup / weibliche B-Jugend, die gemeinsam mit Trainerin Kerstin Kreßner am Camp teilnahmen.

Aber nun mal von Beginn:

Lennart Lingener, Sportwissenschaftler und Ausrichter (Lingener Athletics, Handball Torhüter und Trainer der A-Jugend Bundesliga Leipzig) begrüßte die Teilnehmer und stellte das Trainergespann vor.

Mental- und Motivationscoach Stefan Kloppe begann mit einer Waldgeschichte:

Der Fuchs traf den Bären, da sagte der Bär zu dem Fuchs: „Fuchs, du stehst auf meiner Todesliste.“ Der Fuchs bekam einen Schrecken, rannte weg und zwei Tage später war der Fuchs tot.

Dann kam ein Hirsch. Der Bär sagte zu dem Hirschen: „Hirsch, du stehst auf meiner Todesliste.“ Der Hirsch drehte sich um und floh. Zwei Tage später war der Hirsch tot.

Danach kam ein kleiner Hase. Der große Bär sagte zu dem Hasen: “Hase, du stehst auf meiner Todesliste“. Da antwortete der Hase: „Streich mich!“.

„Ok“, sagte der Bär, „dann streich ich dich.“

Erst große Stille im Saal, dann tosender Applaus! – Ja, es kommt auf die Haltung, die Körpersprache, die Einstellung und den Willen einen jeden Einzelnen an. Diese Botschaft kam an.

Stefan Kloppe zeigte zehn Eigenschaften auf, die einen Spitzensportler ausmachen, u.a. Flexibilität, Selbstverantwortung, Zielklarheit, Fokus und Konzentration. Die größte Botschaft von allen – „Du musst es selbst wollen“ – .

Endlich ging es in die Halle. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt, die parallel trainierten. Zwei Einheiten je drei Stunden.

Lingener selbst, Debbie Kijn, Torwart-Trainerin der Damen-Nationalmannschaft und Hermann Breuer, Torwart Trainer der Rhein Neckar Löwen, leiteten das Training. Maren Gerster vom Therapiezentrum Bremen sorgte für die physiotherapeutische Betreuung.

Von jetzt an standen alle Spieler im Schweiß. Bekannte, aber auch neue Übungen und Trainingsmethoden sorgten für interessantes, abwechslungsreiches, professionelles Training. Neue Erkenntnisse der Spieler und Trainer, offene Ohren, müde Beine, neugierige Köpfe, schlappe Arme, helle Aufmerksamkeit und respektvolle Hochachtung folgten im Wechsel.

Hermann Breuer schaffte es immer wieder, durch seine lauten, bestimmten, aber doch motivierenden Ansagen „Schneller, schneller“, mit einem kleinen Schalk im Nacken, das letzte aus jedem Spieler heraus zu holen.

Das variable Abwehren vom Kreis oder Außen, Stellungsspiel gegen Würfe aus dem Rückraum, Krafttraining und Torwarttechniken sowie ein entspanntes Cool down bildeten einen sehr abwechslungsreichen Tag.

 

Am Abend verließen alle, am Ende ihrer Konzentrationsfähigkeit und am Rande der Erschöpfung, dennoch glücklich, die Halle.

Der Fußball-Krimi Deutschland gegen Schweden raubte zum Abschluss die letzten vorhandenen Nerven!

Am nächsten Morgen um 8:30 Uhr ging es mit Mobilisierung und Stabilisierung weiter.

Anschließend folgten visuelles Training, Reaktionstraining, Speed Concept Training und Trainieren, wie die Handball-Nationalmannschaft. Ja tatsächlich, hatten wir schon einige dieser Übungen im heimischen Training durchgeführt!

Auch anders eingesetzte oder auch neue Trainingsgeräte sorgten für Neugier und Konditionsverlust.

Auf der Heimfahrt ließen wir die zwei Trainingstage noch einmal Revue passieren.

Beide Torhüter waren vollauf begeistert, Mariola fand das Krafttraining richtig klasse und Paul die Übungen zum variablen Abwehren am Kreis cool und hochinteressant.

Auch nach dreißig Jahren Torhüterdasein hat es mich richtig geflasht.

Fazit: Absolut empfehlenswert – einfach geil!

von links: Kerstin Kressner, Hermann Breuer, Mariola Jerrentrup und Paul Kreitsch

geschrieben von Kerstin Kreßner